{"id":13,"date":"2012-10-13T19:32:43","date_gmt":"2012-10-13T19:32:43","guid":{"rendered":"http:\/\/neu.gabelbach.eu\/?page_id=13"},"modified":"2015-02-01T14:05:07","modified_gmt":"2015-02-01T14:05:07","slug":"unsere-geschichte","status":"publish","type":"page","link":"http:\/\/neu.gabelbach.eu\/?page_id=13","title":{"rendered":"unsere Geschichte"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><strong>06.10.804:<\/strong><br \/>\nIn der Freisinger Tradition findet sich eine Urkunde, in der der Priester Chundhoh seinen Besitz in &#8220;Kapalpach&#8221; an das Hochstift Freising schenkte. Die Historiker K. Roth und Eduard Wallner nehmen an, dass es sich hier um Gabelbach im Landkreis Augsburg handelt. Die bei den Ausgrabungen durch den Arbeitskreis f\u00fcr Vor- und Fr\u00fchgeschichte des Heimatvereins Augsburg gemachten arch\u00e4ologischen Funde aus dem 8. und 9. Jahrhundert in der Kirche in Gabelbach best\u00e4tigen diese Annahme.<br \/>\nAufgrund dieser Erkenntnisse ist anzunehmen, dass der Ort Gabelbach in der Frankenherrschaft im 8. Jahrhundert entstanden ist und n\u00f6rdlich der Kirche im Jahr 800 ein karolingischer Herrenhof stand. Auch das Martinspatrozinium der Kirche spricht daf\u00fcr, denn der Hl. Martin; Bischof von Tours; war Nationalheiliger der Franken. Aufgrund der Urkunde vom 06. Oktober 804 kann Gabelbach die 1200 Jahrfeier halten.<br \/>\n<strong>16.01.1263:<\/strong><br \/>\nDer erste namentlich bekannte &#8220;Ritter Chunrat von Gablenbach&#8221; tritt als Zeuge bei Beurkundungen auf. In der Urkunde vom 05.06.1263 schenkte &#8220;Chunrat den Vraz vom Wolfsperk&#8221; dem Kloster in Obersch\u00f6nenfeld zwei H\u00f6fe in Sch\u00f6nebach und Wollbach. Die Herren von Gabelbach waren Ministerialen, adelige Dienstmannen, die im Lehensverband vermutlich der Marktgrafen von Burgau standen. Sie hatten ihre Burg n\u00f6rdlich der Kirche, wo der karolingische Herrenhof stand. In der ersten H\u00e4lfte des 14. Jahrhunderts bauten sie ihren Herrensitz auf einem H\u00fcgel, 500 m s\u00fcdwestlich des Dorfes an der Ortsverbindungsstra\u00dfe nach Gr\u00fcnenbaint, wo auch heute noch die Plattform des Burgh\u00fcgels mit dem ringsum laufenden tiefen Wallgraben zu sehen ist.<br \/>\n<strong>1301:<\/strong><br \/>\nAb diesem Jahr stand die Ritter von Gabelbach im Dienste der Herz\u00f6ge von \u00d6sterreich, die im Besitz der Markgrafschaft Burgau waren.<br \/>\n<strong>1327:<\/strong><br \/>\nDer Ritter Heinrich von Gabelbach gr\u00fcndete das Angerdorf Gabelbachergreut.<br \/>\n<strong>1341:<\/strong><br \/>\nEin Heinrich von Gabelbach wird Abt in Anhausen an der Brenz.<br \/>\n<strong>1379:<\/strong><br \/>\nEin Nachkomme von Heinrich von Gabelbach wird Abt von St. Ulrich und St. Afra in Augsburg.<br \/>\n<strong>1361:<\/strong><br \/>\nDer Besitz der Ritter von Gabelbach geht an Hartmann von Burgau, der sich mit einer Anna von Gabelbach verm\u00e4hlte. Hartmann von Burgau verkauft das Rodungsdorf Gabelbachergreut an das Domkapitel Augsburg.<br \/>\n<strong>1387:<\/strong><br \/>\nDie Augsburger Patrizier Rehm, Engelschalk, Rudolf und Lang kaufen den Gabelbacher Besitz von Konrad Jusner von Altmannstein, der mit der Tochter Klara des Hartmanns von Burgau verheiratet ist.<br \/>\n<strong>1437:<\/strong><br \/>\nDas Augsburger Hl. Geist Spital kauf eine Teil des Ortes von dem Augsburger B\u00fcrger Zacharias Rudolf und 1438 auch den Kirchensatz.<br \/>\n<strong>1443:<\/strong><br \/>\nDas Hospital erwarb weitere Besitzungen mit Holzmarken und Gericht von der Witwe Dorothea Lang aus Augsburg. Bis 1565 gelang es dem Hl. Geist Spital den gesamten Grundbesitz von Gabelbach und Kleinried zu erwerben. Als Grund- und Gerichtsherr errichtete das Hospital Mitte des 15. Jahrhunderts ein Obervogtamt und besetzte es mit einem Vogt, dem auch die spitalischen Untertanen von Kleinried, R\u00fccklenm\u00fchle, Auerbach, Nefsried, Buch und Willishausen unterstanden.<br \/>\nDer Vogt als Vertreter des Hospitals verwaltete die spitalischen Waldungen und regelte mit den &#8220;Vierern&#8221; die Gemeindeangelegenheiten und kleinere Vergehen, erhob Steuern und sorgte daf\u00fcr, dass der Zehente abgeliefert wurde. Alle Monate einmal kam der &#8220;hochwohlgeborene allergn\u00e4digste Spitalmeister&#8221; mit seinem Gerichtschreiber um die niedrige Gerichtsbarkeit auszu\u00fcben und Beurkundungen vorzunehmen. Die hohe Gerichtsbarkeit lag in den H\u00e4nden der Landesherren bei der Markgrafschaft Burgau.<br \/>\n<strong>1525:<\/strong><br \/>\nDie Bauern aus Gabelbach schlossen sich im Bauernkrieg dem &#8220;Leipheimer Haufen&#8221; an. Sie erhoben sich gegen ihre Grundherren, die immer mehr Abgaben von ihnen verlangten. In der Schlacht bei Leipheim am 04.04.1525 wurde der Aufstand der Bauern mit Waffengewalt niedergeschlagen. Dabei wurden 30 Bauern aus Gabelbach gefangen genommen.<br \/>\n<strong>1623:<\/strong><br \/>\nBau des Pfarrhofes unter Pfarrer Balthasar Lozenz.<br \/>\n<strong>1687:<\/strong><br \/>\nPfarrer und Dekan gr\u00fcndet in Gabelbach eine Allerseelen- und in Gabelbachergreut eine Leonhardibruderschaft und 1692 die Erzbruderschaft &#8220;Maria Trost&#8221;; eine bekannte G\u00fcrtelbruderschaft, die einen gro\u00dfen Aufschwung nahm.<br \/>\n<strong>1727:<\/strong><br \/>\nPfarrer Dominikus Paulus renoviert f\u00fcr 2074 Gulden den bauf\u00e4lligen Pfarrhof und baute mit Genehmigung des Hospitals die jetzige Kirche. Sie geh\u00f6rt zu den sch\u00f6nsten schw\u00e4bischen Dorfkirchen und zeugt von dem gro\u00dfen K\u00f6nnen schw\u00e4bischer Meister.<br \/>\n<strong>1738:<\/strong><br \/>\nPfarrer Dominikus Paulus kaufte von der Barf\u00fc\u00dfer Kirche in Augsburg eine 1609 im Renaissancestil von Marx-Grintzer erbaute Orgel. Die \u00e4lteste Orgel im Landkreis Augsburg.<br \/>\n<strong>1768:<\/strong><br \/>\nPfarrer Norbert Enderle l\u00e4\u00dft von dem Stiftsbaumeister Josef Dossenberger den Kirchturm mit seinen Rokokoformen auf 44 m erh\u00f6hen.<br \/>\n<strong>1806:<\/strong><br \/>\nDurch die S\u00e4kularisation und nach dem Pre\u00dfburger Frieden ging die Freie Reichstadt Augsburg und damit Besitzungen des Heilig Geistspitals an das Land Bayern. Damit stand Gabelbach unter bayerischer Landeshoheit und kam zum neu errichteten Landgericht und Steuerdistrikt Zusmarshausen.<br \/>\n<strong>1851-1854:<\/strong><br \/>\nDie Eisenbahnlinie Augsburg wird gebaut. Hierf\u00fcr m\u00fcssen die Bauern von Gabelbach 49 Tagwerk Grund abgetreten werden.<br \/>\n<strong>1878:<\/strong><br \/>\nGr\u00fcndung der Gabelbacher Feuerwehr<br \/>\n<strong>1887:<\/strong><br \/>\nBau des Gabelbacher Bahnhofes. Zu der feierlichen Einweihung am 08.10.1887 spielt erstmals die Musikkapelle Gabelbach. 1970 wird der Bahnhof geschlossen und abgerissen.<br \/>\n<strong>1953-1959:<\/strong><br \/>\nDurchf\u00fchrung der Flurbereinigung<br \/>\n<strong>1966-1978:<\/strong><br \/>\nBau des Feuerwehrhauses mit Schlauchtrockenturm. Anschaffung eines L\u00f6schgruppenfahrzeuges LF8. Bau der gemeindlichen Wasserversorgung mit Tiefbrunnen, Hochbeh\u00e4lter und Ortsnetz. Anschlu\u00df und Lieferung von Trinkwasser nach Kleinried, Gr\u00fcnenbaint und Steinekirch. Bau der Kanalisation und Errichtung einer Kl\u00e4ranlage mit Vor- und Nachkl\u00e4rbecken. Ausbau und Asphaltierung der Ortsstra\u00dfen in Gabelbach und der Ortsverbindungsstra\u00dfen nach Vallried, Steinekirch, Fleinhausen und \u00fcber Kleinried nach Zusmarshausen, sowie die Hauptfeld- und Waldwege (Hangenloh, Hungerberg, Gr\u00e4ben, Rindererberg, Eichb\u00fchl und Hornberg) Erweiterung des Friedhofes und Errichtung einer neuen Friedhofsmauer und Sanierung der Augustinus- und Annakapelle. Ausweisung und Erschlie\u00dfung des Baugebietes &#8220;S\u00fcd&#8221; an der Fleinhauser Stra\u00dfe und des Baugebietes &#8220;Ost&#8221; Pfarrhalde und Pflasterweg. Neubenennung der Ortssta\u00dfen. Bau der Stra\u00dfenbeleuchtung und Beleuchtung des Kirchturms. Bepflanzung und Eingr\u00fcnung des gesamten Ortsbereiches und Teilnahme an den Wettbewerben &#8220;Unser Dorf soll sch\u00f6ner werden&#8221;.<br \/>\n<strong>01.05.1978:<\/strong><br \/>\nEingemeindung nach Zusmarshausen.<br \/>\n<strong>1978-1996:<\/strong><br \/>\nBau der restlichen Kanalisation in der Bahnhof- und Godelstra\u00dfe. Asphaltierung der Bahnhofstra\u00dfe, des Hohlweges und der Fu\u00dfg\u00e4ngerwege an der Kreisstra\u00dfe. Ausweisung und Erschlie\u00dfung von neuen Baugebieten &#8220;Am M\u00fchlberg&#8221;, &#8220;Am Hofanger&#8221; und &#8220;An der Breiten&#8221;.<br \/>\nUmbau der alten Schule und Errichtung eines eingruppigen Kindergartens f\u00fcr Gabelbach und Gabelbachergreut. Errichtung eines Jugendzeltplatzes an der R\u00fccklenm\u00fchle mit Parkpl\u00e4tzen und Bau eines Rasenspielfeldes.<br \/>\n<strong>1996-1998:<\/strong><br \/>\nAnbau am Kindergarten. Ausbau des Dachgeschosses und Umbau zu einem 2-gruppigen Kindergarten mit Kindern aus Steinekirch.<br \/>\nBau des Rad- und Gehweges von Gabelbach bis zur Staatsstra\u00dfe 2027. Bau einer Abwasserdruckleitung von Steinekirch zur Kl\u00e4ranlage in Gabelbach und \u00fcber Kleinried zum Regen\u00fcberlaufbecken in Zusmarshausen.<br \/>\n<strong>1994-1998:<\/strong><br \/>\nRenovierung des Pfarrhauses und Umbau im Erdgeschoss zu einem Pfarr- und Jugendheim mit Gruppenraum und Pfarrb\u00fcro.<br \/>\n<strong>Mai 2008:<\/strong><br \/>\nEinweihung des neuen Feuerwehrger\u00e4tehauses mit integriertem Sch\u00fctzenheim. Das Haus wurde in dreij\u00e4hriger Bauzeit haupts\u00e4chlich in Eigenleistung erstellt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>06.10.804: In der Freisinger Tradition findet sich eine Urkunde, in der der Priester Chundhoh seinen Besitz in &#8220;Kapalpach&#8221; an das Hochstift Freising schenkte. Die Historiker K. 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